VHS.Magazin
Verlagsbeilage der Ruhr Nachrichten in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Dortmund, Heft 3 in 2011, 8. September 2011, Text und Bild: Britta Helmbold

Lena Laps mit Coaching-„Spielzeug“
Zum Themenbereich Berufwelt bietet die Diplom-Sozialwissenschaftlerin Lena Laps im zweiten VHS-Halbjahr gleich drei Veranstaltungen an. Der verbindende Gedanke der unabhängig voneinander buchbaren Seminare und des Vortrags sei, aus Erfolgen und Wissen der Vergangenheit sowie der beruflichen Biografie und den Möglichkeiten der Zukunft, die Gegenwart zu gestalten.
„Arbeit: Last oder Lust“ heißt der Vortag mit Gespräch über Arbeit und (Un)Zufriedenheit am 11. November. „Es geht um Arbeitsbelastung und dem persönlichen Umgang damit. Stichwort: Selfcare wie kann ich meine Arbeitskraft und -zufriedenheit erhalten“, erläutert Lena Laps, die seit acht Jahren im Bereich Coaching, Mediation und Kommunikationstraining selbstständig ist. Sie gibt Anregungen zur Burn-Out-Prävention. Zunächst müsse man sein Arbeitsumfeld sowie die Arbeitsbelastungen betrachten und dann gucken, was ist ertragbar, weil es nur kurzfristig ist, wo ist dauerhaft eine Grenze erreicht.
Während sich der Vortrag an beide Geschlechter richtet, wenden sich die zwei Seminare speziell an Frauen im Beruf und die erfahrene Dozentin, die im Weiter- und Bildungsbereich arbeitet, seit 2003 auch an der VHS Dortmund, orientiert sich an den Wünschen und Bedürfnissen der Teilnehmerinnen. „Die Frauen können ihre berufliche Situation für sich reflektieren, aber bringen zum Teil auch konkrete Fragestellungen mit.“
Spielregeln nutzen
Beim Tagesseminar „Spielregeln im Beruf“ wird zunächst gefragt, welche Spielregeln kann ich benennen – offene, aber auch verdeckte, informelle.
Will ich da mitspielen? Wo kann ich mich nicht damit abfinden, welcher andere Umgang wäre möglich oder lässt sich die Spielregel ändern?
Aber auch: Inwieweit kann ich die Spielregeln für meine Interessen nutzen? „Es dreht sich dabei ja auch um Macht und Hierarchien“, sagt Lena Laps.
Neben dem Erfahrungsaustausch untereinander wird in Kleingruppen gearbeitet, ergänzt um Trainingselemente. In Übungen wird ein anderes Verhalten ausprobiert und frau sieht gleich wie das Gegenüber reagiert. Info-Material - beispielsweise zum Kommunikationsverhalten – gibt es natürlich auch.
„Coaching -was bringt Ihnen das?“ ist das Abendseminar überschrieben: „Ich gebe einen Ein-, Überblick über Coaching und stelle die Coaching-Werkzeuge vor“, erzählt Lena Laps. Sie zeigt auf, wie sich mit Coaching-Methoden ein bestimmtes Anliegen bearbeiten lässt. „In diese Veranstaltung kommen meist Frauen, die mit konkreten beruflichen Veränderungen zu tun haben - höhere Position oder auch Führungsfunktion.“ Es gebe aber auch Teilnehmerinnen, die zwischen Mitte 40 und Mitte 50 sind und einen Punkt errreicht haben, wo sie sich neu orientieren, eine zweite Karriere starten wollen.